Projekt Beschreibung

Elektromobilität steht und fällt mit der Ladeinfrastruktur

  • 2030 werden in Wien 80.000 E-Autos zugelassen sein.

  • Es bedarf 8.000 öffentlicher Ladestellen, um den künftigen Tankbedarf der E-Autos in Wien zu decken.

  • Eine starke Ladeinfrastruktur ist der wesentliche Erfolgsfaktor für den Durchbruch der Elektromobilität.

Drei Szenarien für Entwicklung der E-Auto-Zahlen

Die Technische Universität Wien (TU Wien) hat im Auftrag von Wien Energie eine Studie zur Entwicklung der E-Auto-Zahlen im Großraum Wien durchgeführt. Auf Basis drei verschiedener Szenarien wurden die Hochlaufkurven für E-Autos und Ladestationen bis zum Jahr 2030 ermittelt:

  1. Szenario: Die Entwicklung der Zahlen ohne Förderung der Elektromobilität durch Verkehrs- und Umweltpolitik.
  2. Szenario: Die Entwicklung der Zahlen bei Umsetzung des Aktionspakets zur Förderung von Elektromobilität des ehemaligen BMVIT. Dieses enthält unter anderem einen E-Mobilitätsbonus für die Anschaffungskosten eines E-Fahrzeugs und privater Ladeinfrastruktur oder Förderangebote für Betriebe, Gemeinden und Vereine.
  3. Szenario: Die Entwicklung bei Umsetzung des Aktionspakets plus forciertem Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur.

Aktive Förderung und Ausbau der Infrastruktur zeigen Wirkung

Werden bereits bestehende Maßnahmen weitergeführt, prognostiziert die Studie für das Jahr 2030 über 80.000 zugelassene E-Autos. Um diesen Bedarf zu decken, werden laut Studie rund 8.000 Ladestellen notwendig sein. Würden die aktuellen politischen Maßnahmen wegfallen, würde sich die Zahl der E-Fahrzeuge nur auf ungefähr 31.000 Fahrzeuge erhöhen. Um die Klimaziele zu erreichen, ist diese Anzahl jedoch zu wenig.

Zusätzlich zum Stadtgebiet Wien wurden in der Studie auch die Entwicklungen für Niederösterreich und das nähere Wiener Umland untersucht. Diese Prognose zeigt im Jahr 2030 einen Anstieg auf 142.900 E-PKWs in Niederösterreich. Diese Zahlen sind aufgrund der Pendlerverflechtungen ein sehr relevanter Faktor für den Bedarf an Ladeinfrastruktur in Wien.

“Die Studie zeigt, dass die Zahl der zugelassenen E-PKWs in Wien von heute rund 1.400 Fahrzeugen (2017) auf über 80.000 im Jahr 2030 steigen wird. Der Erfolg der Elektromobilität steht und fällt mit einer starken Infrastruktur. Wien Energie hat das frühzeitig erkannt. Bis 2020 haben wir 1.500 öffentliche Ladestellen in Wien errichtet”, erklärt dazu Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Infrastruktur-Ausbau als Erfolgsfaktor

Wesentliche Einflussgrößen auf den Durchbruch der Elektromobilität sind laut Studie die Anschaffungskosten, Betriebskosten, Reichweite und allen voran der bedarfsgerechte Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur. Allerdings muss auch der Ausbau von privater Ladeinfrastruktur zusätzlich entsprechend vorangetrieben werden, um optimale Rahmenbedingungen für den Durchbruch der Elektromobilität gewährleisten zu können.

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