Projekt Beschreibung

Versorgungssicherheit bleibt gewährleistet

  • Als kritischer Infrastrukturbetreiber hat sich Wien Energie für sämtliche Szenarien im Umgang mit dem Coronavirus bestmöglich vorbereitet, um die KundInnen jederzeit sicher und zuverlässig mit Strom, Gas, Wärme und Kälte versorgen zu können.

  • 80% des Personals sind im Home Office oder freigestellt. Kritische Infrastruktur ist an Notfallpläne angepasst. Servicezentren bleiben geschlossen, Mahnungsverfahren sowie Energie-Abschaltungen werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

  • 53 Mitarbeiter haben sich freiwillig in Isolation begeben, um die Energieversorgung zu sichern. 

12. März 2020 / Update: 23. März 2020

Wien wird sicher mit Energie versorgt

Wien Energie ist durch sein betriebliches Krisenmanagement gut gerüstet. Wir stehen dazu in engem Austausch mit den Behörden, dem Krisenstab der Stadt Wien und den zuständigen Stellen des Bundes.

Seit mehreren Wochen stellt sich das Unternehmen mit Notfallplänen und Präventivmaßnahmen auf mögliche Szenarien im Umgang mit dem Virus ein. Im Fokus steht immer die Gesundheit der MitarbeiterInnen, der KundInnen und damit die Versorgungssicherheit in der Stadt.

Schlüsselpersonal von Außenwelt isoliert

In den für die Versorgung kritischen Bereichen (z.B. Kraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, Leitstellen und Warten) sind die Schichtpläne gemäß den Notfallplänen angepasst worden. Das heißt zum Beispiel, dass sich Schichten nicht überschneiden und dadurch Kontakte unter Schlüsselpersonal verhindert werden. In den Schalt- und Steuerungszentralen für die Strom- und Wärmeversorgung wurde ein Schlüsselpersonal von 53 Mitarbeitern von der Außenwelt isoliert, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren und die Versorgungssicherheit zu garantieren. Sie sind direkt zu den Anlagestandorten von Wien Energie gezogen, um eine Ansteckung mit allen Möglichkeiten zu verhindern. Vor der Isolation wurden alle medizinisch getestet.

Nicht betriebsnotwendige Personen dürfen Werksgelände nicht mehr betreten. Gewisse Bereiche der Anlagen, z.B. Krananlagen in den Müllverbrennungsanlagen können teilweise automatisiert betrieben werden. Auch für mögliche Quarantänefälle im Betrieb sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Servicezentren geschlossen

Die Servicezentren Spittelau und Guntramsdorf sind seit 16. März geschlossen. Der Kundenservice ist weiterhin über die Wien Energie-Website sowie telefonisch erreichbar. Die gesamte Technik wird derzeit so umgestellt, dass alle Kundenanliegen weitestgehend aus dem Home Office bearbeitet werden können. Sämtliche Bereiche des Unternehmens wurden auf Notbetrieb umgestellt, Bautätigkeiten und Störungseinsätze werden nur dann durchgeführt, wenn sie der Erhaltung der Versorgungssicherheit dienen.

Aussetzungen von Abschaltungen und Mahnverfahren

Die von der Bundesregierung und der Stadt Wien gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben weitreichende Folgen für das private wie wirtschaftliche Leben. Wien Energie setzt als Entlastungsmaßnahme daher sämtliche Energie-Abschaltungen sowie Mahnverfahren bis auf Weiteres aus.

„Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden in dieser schwierigen Zeit ein klares Signal senden: Die Energieversorgung ist gesichert! Strom und Wärme gehen mit uns nicht aus. Es gibt für Kunden, die in Zahlungsrückstand geraten sind, garantiert keine Abschaltungen, solange wir uns in dieser Krise befinden“, versichert Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Standardmaßnahmen gesetzt

Standardmaßnahmen darüber hinaus sind die Einhaltung von Hygiene- und Desinfektionsvorschriften, Home-Office – dort, wo es betrieblich möglich ist, die Absage von sämtlichen Veranstaltungen und Führungen sowie die Einschränkung von Besprechungen und Dienstreisen.

„Als kritischer Infrastrukturbetreiber ist Wien Energie bestmöglich vorbereitet, um die Energieversorgung und die Müllverwertung von Wien auch in einer Krise sicherzustellen. Dafür brauchen wir gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das heißt, wir fahren vor Ort im Notbetrieb. Mehr als 80 Prozent unseres Teams arbeitet bereits von Zuhause aus oder ist freigestellt“, so Michael Strebl.

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