Projekt Beschreibung

U-Bahn-Station wird zum Solarkraftwerk

In einem Pilotprojekt testen die Wiener Linien zusammen mit Wien Energie neuartige Kunststoff-Solarmodule am Flachdach der U-Bahn-Station Ottakring. Auf einer Fläche von gut 360 qm werden pro Jahr so rund 62.000 kWh Sonnenstrom produziert. Das bedeutet eine jährliche Einsparung von 21 t CO2.

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Projektdetails

Der Pilotversuch erfolgt im Rahmen eines EU-Förderprogramms, das auf die Senkung der CO2-Emissionen von Mobilitätsanbietern in europäischen Städten abzielt. Die EU trägt 80% der Projektkosten von 120.000 Euro. Das Pilotprojekt soll noch bis zum Frühjahr 2022 laufen. Ist es erfolgreich, könnten auch andere Stationsgebäude zu Stromerzeugern werden.

Hergestellt werden die neuartigen Solarmodule aus Kunststoff statt Glas von der Wiener Neustädter Firma Das Energy. Im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen sind die Klebefolien zehnmal leichter. Außerdem sind sie selbsthaftend, flexibel und in allen Farben erhältlich. So können sie nahezu überall, insbesondere auch an Fassaden, angebracht werden.

Der gewonnene Strom wird vor Ort in der Station Ottakring eingesetzt, um Strom für Rolltreppen, Aufzüge und Beleuchtung zu liefern. Rund 15% des Eigenbedarfs können durch die 60,3 kWp große PV-Anlage gedeckt werden.
Ulli Sima

„Die Öffis sind einer der wesentlichsten Player in Sachen Klimaschutz in Wien. Aber nicht nur Bim, Bus und U-Bahn, sondern auch die Energieversorgung der Wiener Linien spielt eine wichtige Rolle und ich freue mich, dass die Wiener Linien auch hier Pioniere sind und nun gemeinsam mit der Wien Energie erstmalig Photovoltaik-Folien auf ihren großen Dachflächen testen.“

Ulli Sima, Wiener Stadträtin für Innovation, Stadtplanung und Mobilität

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