Projekt Beschreibung

Die erste PV-Gemeinschaftsanlage Wiens

Wien Energie hat 2018 die erste PV-Gemeinschaftsanlage Wiens errichtet. Diese Anlage am Dach eines Mehrparteienhauses in der Lavaterstraße im 22. Wiener Gemeindebezirk misst 400 m² und erzeugt 60.000 kWh Solarstrom im Jahr. Die Anlage ist dabei so dimensioniert, dass ein Teil des erzeugten Solarstroms am Standort verbraucht wird, der Überschussstrom wird in das Netz eingespeist. Insgesamt 48 Haushalte nutzen den Sonnenstrom direkt vom eigenen Hausdach. Bei normalem Verbrauch kann damit jeder Haushalt 30 Prozent seines Jahresstrombedarfs vom hausgemachten Sonnenstrom beziehen.

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Projektdetails

Mit der Ökostrom-Novelle aus dem Jahr 2017 wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen, die die Errichtung von PV-Anlagen auf Mehrparteienhäusern nun endlich ermöglichen. Bis zur Novelle durfte der Sonnenstrom in Wohnhäusern nur für gemeinschaftliche Flächen wie Stiegenhäuser oder Lifte verwendet werden. Jetzt aber macht die Sonne die Wiener Dächer zu Kraftwerken. Dies eröffnet Wien Energie ein neues Geschäftsmodell, mit denen wir den Photovoltaik-Ausbau in Wien enorm voranbringen werden.

Die Planung, Errichtung und Wartung der Anlage übernimmt Wien Energie. Auch die Aufteilung des Stromes auf die einzelnen Hausparteien und die Abrechnung wird übernommen. Neben der passenden Ausrichtung und Größe des Daches sind Smart Meter oder vergleichbare Strommessgeräte Voraussetzungen für eine gemeinschaftliche Photovoltaikanlage.

Für die MieterInnen fallen weder Investitions- noch laufende Fixkosten an. Der lokal erzeugte Sonnenstrom wird den BewohnerInnen als Tarif angeboten. Dieser ist durch den teilweisen Wegfall von Netzgebühren und Abgaben sehr günstig.

Michael Strebl

„Die Möglichkeit, Solarstrom unter den Hausparteien aufzuteilen, eröffnet uns ganz neue Geschäftsmodelle, mit denen wir den Photovoltaik-Ausbau in Wien enorm voranbringen werden. Eine PV-Gemeinschaftsanlage lohnt sich aus unserer Sicht auf bis zu 10% der Wiener Mehrparteienhäuser. Das sind bereits bestehende Wohnhäuser, wie Gemeindebauten, Genossenschaftsanlagen oder klassische Zinshäuser, aber natürlich bieten vor allem Neubauten entsprechend hohes Potential.“

Michael Strebl, Geschäftsführer Wien Energie

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