Projekt Beschreibung

CO2–Emissionen: Rebound-Effekt nach Rekordtief

Die globale Entwicklung der CO2-Emissionen im Vergleich

Die Grafik der Woche 18/2021

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde im Frühjahr 2020 der stärkste Rückgang der globalen CO2-Emissionen seit dem zweiten Weltkrieg verzeichnet. Der durchschnittliche Rückgang im Jahr 2020 lag bei 6% im Vergleich zu 2019. Das sind rund zwei Mrd. Tonnen CO2. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch starke geographische Unterschiede: Während China im Jahr 2020 um 75 Mio. Tonnen mehr emittierte, sind die Emissionen in den USA um 10% zurückgegangen. Der Tiefststand der Emissionen wurde im April erreicht. Seither stiegen sie wieder konstant an. Im Dezember 2020 wurden 60 Mio. Tonnen CO2 emittiert. Dieser Wert ist sogar um 2% höher als im Dezember des Vorjahres. Der Rückpralleffekt ist vor allem auf den Wirtschaftsaufschwung sowie fehlende oder zu schwache politische Maßnahmen für die Energiewende zurückzuführen.

All dies zeigt, dass ein vorübergehender wirtschaftlicher Einbruch zu keinen dauerhaften Emissionseinsparungen führt. Ein weitreichender Wandel des globalen Energie-, Verkehrs- und Industriesystems ist notwendig, um mit dauerhaften Maßnahmen die globalen Klimaziele zu erreichen. Der Ausbau erneuerbarer Energien muss flott vorangetrieben und die Energieeffizienz deutlich erhöht werden. Zusätzlich müssen hohe Investitionen in die Stromnetze sowie in die Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors getätigt werden, um diese Transformation zu ermöglichen.

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