Projekt Beschreibung

Hohe Akzeptanz für Ausbau, fehlender Schwung bei Umsetzung

  • Akzeptanz erneuerbarer Energietechnologien ist in Österreich so hoch wie nie zuvor

  • Bevölkerung sieht Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Elektromobilität sehr positiv 

  • Aber fehlende attraktive Anreize, um selbst aktiv zu werden

  • Systemumbau fehlt es bisher an Dynamik

Interesse für Photovoltaik und Stromspeicher steigt

Die Photovoltaik ist weiterhin die beliebteste erneuerbare Energietechnologie der ÖsterreicherInnen und erreicht bei den Akzeptanzwerten einen neuen Höchststand. 12% der Befragten geben an, dass auf ihrem Wohngebäude der Bau einer Photovoltaikanlage geplant ist. Eine deutliche Zunahme gibt es beim Interesse an Stromspeichern. Ein höheres Interesse ergibt sich auch bei gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen in Wohnhäusern.

“64 % interessieren sich für die Beteiligung an einer Gemeinschaftsanlage. Sie wollen damit nachhaltig Strom erzeugen und gleichzeitig Stromkosten sparen”, erklärt dazu Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Windkraft stößt an Grenzen

Die Zustimmung für Windkraft liegt derzeit bei rund 72%. Im Bundesländervergleich gibt es allerdings große Schwankungen. So sehen im Burgenland 88% der Befragten Windkraft positiv, in Tirol und Vorarlberg hingegen sind es nur rund 65%. Die Studie offenbart interessante Zusammenhänge: Mit dem Wissen über Windkraft steigt die Akzeptanz. Auch mehr Erfahrung mit Windkraft in der eigenen Umgebung beeinflusst die Zustimmung zu einem weiteren Ausbau positiv.

Elektromobilität steht vor dem Durchbruch

Bei der Elektromobilität setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Der Anteil jener Befragten, die schon beim nächsten Autokauf auf Elektroantrieb umsteigen wollen, liegt heuer bei 18% und ist leicht gestiegen. Insgesamt wächst die Gruppe der potenziellen ElektroautokäuferInnen stetig und macht derzeit 54% aus. Das kann auch mit der steigenden Erfahrung mit Elektroautos zusammenhängen. So ist fast jeder vierte Befragte bereits in einem Elektroauto gefahren.

Michael Strebl von Wien Energie erwartet sich für die nächsten drei Jahre einen deutlichen Sprung: “Zwei Faktoren werden den Trend beschleunigen: Erstens wird durch eine Modelloffensive der Kauf eines E-Autos einfacher und günstiger. Zweitens wird die Ladeinfrastruktur zügig ausgebaut. Wir werden in Wien bis 2020 1.000 neue Stationen bauen und damit die Anzahl auf rund 1.500 erhöhen. Stromtanken wird damit flächendeckender und einfacher.”

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