Projekt Beschreibung

Maßnahmen zur Stabilität des Stromnetzes in Österreich

Engpassmanagement Stromnetz Versorgungssicherheit

Die Grafik der Woche 33/2020

Österreichs Versorgungssicherheit mit Strom ist zu 99,99% gesichert. Zur Aufrechterhaltung dieses hohen Qualitätslevels, werden häufig Engpassmanagement-Maßnahmen notwendig. Dabei sorgt der Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid dafür, dass sich die Stromerzeugung und der Stromverbrauch konstant die Waage halten. Denn bei der Ökostromproduktion kann es zu Schwankungen kommen, beispielsweise wenn Wasserkraftwerke infolge niedriger Wasserpegel im Sommer weniger Energie erzeugen.

Doch das ist kein Grund den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen. Die volatile Einspeisung von Ökostrom stellt auch künftig kein Problem dar, wenn wir auf die richtigen Technologien zur Deckung von Versorgungslücken setzen. Die günstigste und effizienteste Möglichkeit zum Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz sind hocheffiziente KWK-Anlagen. Ganze 220 Mal sprangen die KWK-Anlagen der Wien Energie 2019 ein, um die Stromnetze im Gleichgewicht zu halten. 2018 waren es noch „lediglich“ 145 Mal.

Da viele KWK-Anlagen ans Ende ihrer Lebensdauer geraten, besteht die Gefahr, dass deren BetreiberInnen künftig im Notfall nicht mehr Feuerwehr fürs Stromnetz spielen können. KWK-Anlagen werden zudem durch Verwerfungen am Strommarkt aus dem Markt gedrängt. Die Politik muss daher jetzt die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize für Neuinvestitionen in KWK-Anlagen schaffen. Dann stehen diese auch künftig verlässlich zur Seite, wenn uns das Licht auszugehen droht.

Weiterführende Grafiken

Entdecken Sie weitere energiegeladene Grafiken!