Projekt Beschreibung

… DI Johannes Fechner zum Smart Readiness Indicator

  • Gebäude werden in Zukunft neue Aufgaben übernehmen.

  • Flexible Energietarife können zu einer Kostenersparnis für die BewohnerInnen führen.

  • Auch die Fernwärme könnte vom Smart Readiness Indicator (SRI) profitieren.

30. Jänner 2020

Gebäude spielen beim Umbau unseres Energiesystems und der Erreichung von Klimazielen eine zentrale Rolle. Mithilfe eines „Smart Readiness Indicator“ soll nun bewertet werden, ob ein Gebäude fit für die zukünftigen Anforderungen eines erneuerbaren Energienetzes ist. Wir haben mit DI Johannes Fechner, Geschäftsführer von 17&4 Organisationsberatung GesmbH und Projektpartner von SRI Austria, darüber gesprochen, wie der Indikator in Österreich umgesetzt werden soll.

Welche Rolle kann der SRI in der Energiewende spielen?

Für das künftige, dekarbonisierte Energiesystem können Gebäude neue Aufgaben als Energieproduzenten (von Solarenergie), flexible Nutzer und Energiespeicher übernehmen. Auch wirtschaftliche Interessen in Bezug auf die innovative Ausstattung von Gebäuden spielen dabei eine Rolle. Der Vorschlag für eine Umsetzung des SRI in Österreich fokussiert stark auf die für alle vorteilhafte Netzdienlichkeit und die bessere Nutzung erneuerbarer Energie.

Welchen Nutzen bringt der Smart Readiness Indicator (SRI) den BewohnerInnen?

In Zukunft wird es vermehrt flexible Tarifmodelle am Markt geben. Dadurch kann es zu Kostenersparnissen für BewohnerInnen kommen, wenn z.B. die Wärmepumpe oder das E-Auto vorrangig dann betrieben bzw. geladen werden, wenn viel erneuerbarer Strom zur Verfügung steht. Zudem soll der SRI aufzeigen, ob und wie ein effizienter Betrieb des Gebäudes in der Praxis möglich ist. In Ergänzung zum Energieausweis sollen im SRI z.B. auch Regelungen und Monitoring erfasst werden.

Kann der SRI auch die Versorgung mit Fernwärme berücksichtigen?

Ja, der SRI sollte auch die Versorgung mit Fernwärme berücksichtigen. Durch eine flexiblere Nutzung kann die Fernwärme besser ausgenutzt werden. Infolge könnten daher mehr Wohnungen versorgt werden. Flexibilität kann also eine bestimmte zeitliche Anpassung des Wärmebezuges bedeuten, möglich wäre grundsätzlich aber auch die gezielte Nutzung des Fernwärme-Rücklaufes für Niedrigtemperatur-Heizsysteme.

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Der Smart Readiness Indicator

Gebäude spielen beim Umbau unseres Energiesystems und der Erreichung von Klimazielen eine zentrale Rolle. Mithilfe eines "Smart Readiness Indicator" soll nun bewertet werden, ob ein Gebäude fit für die zukünftigen Anforderungen eines erneuerbaren Energienetzes ist. Dieser soll auch in den Energieausweis integriert werden.